Namensschilder

Pünktlich zum gebuchten Zeitfenster bin ich eben bei meinen 2. Kunden für heute eingetroffen und freundlich guten Tag gesagt habe ich auch. Geholfen hat es trotzdem alles nichts. Pünkt- und Freundlichkeit sind hier nämlich noch lange kein Garant für eine termingerechte Entladung.

Gut, was soll ich machen? So habe ich halt etwas Zeit mir mal ein paar Gedanken über ein Thema zu machen, welches mir so ganz spontan und situationsbedingt in meine neuronalen Nervenbahnen geschossen kommt.

Namensschilder hinter Frontscheiben großer Fahrzeuge zum Beispiel.

Dazu erst mal eins vorab. Hinter der Frontscheibe meines Lkw’s befindet sich kein Namensschild. Das liegt zum Einen daran, dass ich weiß wie ich heiße und zum Anderen, sich an meinem Lkw jeweils vorn und hinten ein kleines Fahrzeugerkennungskennzeichenschild befindet. Und das hervorstechende Merkmal dieses unverzichtbaren Fahrzeugutensils ist, dass das was auf diesen Schildern steht, eben nur auf meinen Schildern steht. Gewisse Alleinstellungsmerkmale mit für mich hohem Wiedererkennungswert sozusagen.

Und ich glaube so funktioniert es auch.

Man merkt sich einfach das Fahrzeugmodell, die farbliche Lackierung und das was auf besagten Fahrzeugerkennungskennzeichenschildern steht. Und ganz wichtig, wo man das Fahrzeug als letztes abgestellt hat. Wenn man dann noch den passenden Fahrzeugschlüssel dabei hat, dann hat man eigentlich alles beisammen was man für die Erkennung und Benutzung seines Nutzfahrzeuges so braucht.

Nur ist das halt meine Meinung und meine Meinung gilt eben nur für mich, nicht für meine Kollegen.

Aus Erfahrung und einigen Gesprächen weiß ich, dass sich manche meiner Kollegen Namensschilder hinter die Frontscheibe ihres Lkw’s klemmen, um ihr kollegiales Umfeld darauf aufmerksam zu machen, dass dieses Nutzfahrzeug von einem festen Stammfahrer verwaltet wird. Andere Kollegen, welche zum Beispiel in einer Spedition arbeiten wo alle Fahrzeuge einem einheitlichem Firmendesign (auch corporate identity genannt) unterliegen, wollen damit eher ein Erkennungszeichen für die auf der Straße entgegen kommenden Kollegen geben.

Bernd, Sebastian, Reinhold oder Ronny zum Beispiel, möchten ihrer Umwelt dagegen einfach nur gern mitteilen, dass ihre Lieblingsmenschen sie gern Bärli, Schnuffi, Reini oder Rolli nennen. Jochen hingegen, möchte mit seinen Namensschildern (Mehrzahl!) öffentlichkeitswirksam eher unter anderem darauf hinweisen, dass seine Frau auf die Bezeichnung Uschi reagiert (…ein Name auf den sich übrigens nun wirklich rein gar nichts reimt!).

Und so ist das halt im Leben. Was für den Einen von Relevanz erscheint, ist dem Anderen (wie in diesem Fall mir) einen kleinen Artikel wert. Und dieser Artikel endet jetzt, ich darf nämlich endlich zur Entladung.

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