Waschkarte für Lkw Fahrer

Ohne eine sogenannte Fahrerkarte darf der Lkw Fahrer heute in Deutschland kommerziell keinen Lkw fahren. Auf dieser Fahrerkarte werden Arbeits-, Fahr-, Bereitschafts-, Ruhe- und Pausenzeiten digital erfasst und gespeichert. So ist der Lkw Fahrer bei einer Kontrolle immer im Stande nachzuweisen, ob er sich an geltendes Recht gehalten hat oder eben nicht. Die Fahrerkarte ist somit ein Garant dafür, dass, zumindest vom gesetzlichen Standpunkt her, keine Gefahr für Leib und Leben von einem Lkw Fahrer mit sauberer Fahrerkarte zu erwarten ist.

Anders dagegen verhält es sich bei der Pflege und Reinigung eines Lkw Fahrers. Hier existieren aktuell noch keine gesetzlichen Vorgaben. Wobei die Betonung auf noch liegt. Denn der Berufsverband ‚Humanistischer Umgang im Beruf (HUIB®)‘, hat auf Grund unzähliger Beschwerden von Kunden, Zulieferern und Auftraggebern, welche es immer wieder mit schlecht gereinigten und gepflegten Lkw Fahrern zu tun haben, dazu nun einen Vorschlag in die öffentliche Debatte eingebracht. Dieser Vorschlag beinhaltet das Mitführen einer sogenannten Waschkarte welche der Lkw Fahrer in Deutschland, ähnlich des Personalausweises, immer am Mann mitzuführen hat. Das heißt, dass der Lkw Fahrer bei Kundenkontakt digital nachweisen muss, dass er gereinigt und gepflegt ist. Dazu muss der Lkw Fahrer in Deutschland auf der Waschkarte vermerken, wann er sich das letzte Mal gereinigt und gepflegt hat. Natürlich müssten die Duschanlagen an Tankstellen, Rast- und Autohöfen, mit den jeweiligen Reinigungsdatenerfassungsgeräten ausgestattet, bzw. nachgerüstet werden. Auch die Kunden, Zulieferer und Auftraggeber müssten sich demzufolge mit diesen Geräten ausrüsten. Wie und durch wen das Ganze aber finanziert werden soll, dazu äußerte sich der Berufsverband ‚Humanistischer Umgang im Beruf (HUIB®)‘ allerdings nicht.

Sollte dieser Vorschlag von der zukünftigen Bundesregierung tatsächlich in ein Gesetz übernommen werden, so ist eine Reinigung und Pflege des Lkw Fahrers an Tankstellen, Rast- und Autohöfen ohne eine Waschkarte nicht mehr möglich. Auch könnte dann auf Grund des fehlenden digitalen Nachweises über die Reinigung und Pflege des Lkw Fahrers auf der Waschkarte, die Be- oder Entladung bei Kunden, Zulieferern und Auftraggebern von selbigen dementsprechend ohne strafrechtliche Folgen, verweigert werden.

Es bleibt abzuwarten, ob dieser Vorschlag des Berufsverbandes ‚Humanistischer Umgang im Beruf (HUIB®), bei den zuständigen Abteilungen auf Zustimmung stößt.

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