Frohes Fest und besinnliche Weihnachten

Jesus von Nazareth

Ausgehend von dem Umstand, dass ihn zu seiner Lebzeit kaum jemand weit außerhalb von Judäa gekannt haben kann, hat doch kein anderes menschliches Wesen den Lauf der Weltgeschichte in einem solchem Ausmaß beeinflusst wie Jesus von Nazareth. Ein Wanderprediger und angeblicher Wunderheiler, welcher der damaligen Bevölkerung ständig versuchte das kommende Reich des Schöpfers schmackhaft zu machen und im Nachgang von den Römern dennoch oder vielleicht gerade deswegen, angekreuzt wurde. Ein Jemand, der noch nicht einmal ein niedergeschriebenes Wort seiner Nachwelt hinterlassen hat. Zahlreiche Schriften über ihn auch erst Jahrzehnte und Jahrhunderte nach seinem Tod entstanden sind, die berichten, wie er angeblich gelebt und gewirkt hat, wie er gestorben und, … man möchte jetzt vor lauter Freudentaumel und Glückseligkeit weinend auf dem Boden knieend in den Teppich beißen, wieder in den Himmel empor gestiegen ist. Hinzu kommt, dass er von einer Frau geboren worden sein soll, die unter einer unerklärlichen Befruchtungsallergie litt.

Geschichte

Und wegen dieses damaligen Bevölkerungsteilnehmers und dieser, na sagen wir es mal vorsichtig, doch sehr außergewöhnlichen Geschichte, feiern die Menschen im christlichen Abendland und nicht nur da, zum Ende eines jeden Jahres Weihnachten? Entweder stimmt diese Geschichte nicht oder es stimmt etwas mit den heutigen Menschen nicht. Aber wen interessiert das schon? Meinen Neurologen womöglich, wenn ich zum Beispiel behaupten würde, dass ich Jesus (nach seiner Auferstehung damals vor über 2000 Jahren) in Pastoralreferent Flöthilf Meggebrechts Klosterkantine getroffen habe, wo er mir bei einer gemeinsamen Tasse heißen Wassers erzählt hat, wie verwundert er darüber ist, was die Menschen aus der Geschichte seiner damaligen Teilnahme am Leben auf der Erde gemacht haben.

In aller Besinn(los)lichkeit kaufen die Menschen Konsumgüter aller Art, um damit einerseits einer völlig unglaubwürdigen Geschichte zu frönen und andererseits, einer Weihnachtswerbung klein bei zu geben, welche der Handel einzig und allein dafür erfunden hat, die Umsätze auch in der kalten und dunklen Jahreszeit in astronomische Höhen treiben zu können.

Aber gut, so sind wir Menschen nunmal. Wir mögen wohlklingende Geschichten (auch wenn sie noch so abstrus erscheinen mögen) lieber, als die knallharte Wirklichkeit. Doch seien wir mal ehrlich. Wer von uns kennt schon die Wahrheit? Also ich nicht. Die Wahrheit ist eh immer nur eine Art perspektivischen Sehens.

Stille Post

Ich betrachte die ganze Geschichte um Jesus herum, wie das Spiel `Stille Post`. Der Erste flüstert: „Jens wollte baden gehen“ und nach über 2000 Jahren Erdenhistorie heißt es auf einmal: „Jesus konnte über´s Wasser gehen“. Ob er das nun wollte bzw. konnte oder nicht, ist mir persönlich völlig wurscht. Mir ist auch völlig egal, ob es Jens bzw. Jesus jemals gegeben hat und ob er der erste Mensch war, der den Planeten von ganz weit oben gesehen hat. Ich hab es nicht so mit Jesus und dieser daraus resultierenden Weihnachtsfeierlichkeit bzw. dem Huldigungsfest seiner Geburt. Mir geht diese ganze Zeit um Weihnachten herum meilenweit an den Füßen vorbei. Es heißt zum Beispiel, dass man zu Weihnachten zur Ruhe kommen, sich besinnen soll. Von wegen. Man ist doch gerade zu dieser Zeit damit beschäftigt all die Menschen zu treffen, welche man das ganze Jahr nicht getroffen hat, um mit ihnen gemeinsam auf den Glühweinmärkten dieser Städte heiße Getränke, teils sogar mit Schuss, einzunehmen.

Zitat Karl Valentin:

Wenn die stille Zeit vorbei ist,
dann wird es auch wieder ruhiger.

Ruhe habe ich persönlich eher im Sommer, wenn ich mit meiner Freundin auf dem Poller am Kanal liege und den vorbeifahrenden Enten zuhöre.

Nun denn…

Da nicht jeder Mensch so ein Verhältnis wie ich zu Jesus und seinem Huldigungsfest, genannt Weihnachten, hat, möchte ich dennoch allen Lesern dieses Blogs, den Menschen die mich kennen, die mich mögen und den Leuten die mich können und dementsprechend nicht mögen, ein frohes Fest und besinnliche Weihnachten wünschen. Genießt die freien Tage, erholt euch gut und habt eine schöne Zeit.

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