Auf in ein neues Jahr 2018

Auch im Jahr 2017 mussten wir wieder erkennen, dass wir Menschen unsere Rohstofflager fast vollständig ausgebeutet oder wir durch unsere Aktivitäten zu Wasser, zu Lande oder in der Luft, die biologische Vielfalt unseres Heimatplaneten zerstört haben. Sowohl die Flora und Fauna als auch die Fruchtbarkeit der Böden wurden durch uns Menschen in Mitleidenschaft gebracht. Deswegen stehen wir im Jahr 2018 dringender denn jeh an einem Scheideweg. An einem Weg, an dem wir uns entscheiden müssen, in welche Richtung es weiter gehen soll. Wollen wir so weiter machen wie bisher oder wollen wir unsere Worte des Meckerns und Moserns über das vermeintliche Fehlverhalten der Anderen endlich in eigene gute Taten umwandeln?

Es scheint tatsächlich eine deutsche Tugend zu sein, lieber mit dem Finger auf das Fehlverhalten anderer Mitmenschen zu verweisen, als selbst etwas Gutes zu tun. Nur hilft uns das wirklich weiter? Hilft es einem Kind von den Eltern ständig gehört zu bekommen, wie es zu blöd für die Dinge dieser Welt ist? Ich denke nicht. Man versucht doch dem Kind vielmehr zu zeigen wie es richtig geht. Selbst Vorbild zu sein. Man versucht das Kind so zu motivieren, Dinge selbst richtig zu machen. Wenn wir es in den nächsten Jahren schaffen, dieses Verhalten auf das Miteinander generell zu adaptieren, dann habe ich persönlich große Hoffnungen, dass wir Menschen wieder auf einem guten Weg in die Zukunft sind.

Zudem ja auch 2017 Dinge passiert sind, die einen positiv in die Zukunft blicken lassen. In Saudi Arabien dürfen Frauen endlich Auto fahren oder in Deutschland dürfen Lkw Fahrer/innen endlich auch Lkw Fahrer/innen heiraten. Ich sage nur Ehe für Alle. Ist das nicht ein Traum, wenn endlich eingesehen wird, dass das Glück der Menschen wichtiger ist, als irgendwelche verkrusteten Denkstrukturen? 

Was mich persönlich 2017 allerdings am Meisten positiv beeindruckt hat, das war eine Verkäuferin einer klitzekleinen Bäckerei in einem klitzekleinen Kuhdorf irgendwo in der nicht gerade klitzekleinen Lüneburger Heide. Als ich mir bei einer meiner Touren bei ihr einen Kaffee zum Mitnehmen bestellte und dabei nach einem Plastiklöffel oder Holzstab fragte, um die Milch und den Zucker verrühren zu können, sagte die Verkäuferin zu mir, dass ich doch bitte einen normalen Löffel dafür nehmen solle, um die Umwelt zu schonen. Ein Satz der mich wirklich beeindruckte. Denn das mag in dem Moment nur eine Verkäuferin und ein Lkw Fahrer mit einem bestellten Kaffee und einem Silberlöffel in der Hand in einer klitzekleinen Bäckerei irgendwo am Arsch der Welt gewesen sein, aber wenn jeder Mensch so denken würde wie diese gute Frau, dann wäre schon viel erreicht. Es sind halt die kleinen Dinge, die von vielen Menschen umgesetzt, die Welt wieder ein Stück besser machen können.

Das Jahr 2017 hat mir persönlich auch noch einen anderen wichtigen Punkt aufgezeigt. Es geht um das Leben an sich. Wie schnell sind wir dabei uns zu beschweren über Dinge, welche andere Menschen froh wären tun zu können. Wir beschweren uns zum Beispiel darüber, von hier nach da laufen zu müssen, weil uns das zum Beispiel zu anstrengend ist oder wir keine Lust dazu haben. Andere Menschen, welche zum Beispiel einen schweren Unfall hatten und deswegen im Rollstuhl sitzen, würden dagegen vor Glück eher weinen, wenn sie denn wieder von hier nach da laufen könnten. Ich glaube uns Menschen ist ein bisschen die Demut vor dem Leben abhanden gekommen. Wobei ich aber auch glaube, dass nicht alle Menschen so sind. Und auch das macht mir persönlich Hoffnung. Denn das Gute kann, wenn es richtig eingesetzt wird, immer als positive Motivation verstanden werden.

Rückblickend auf das Jahr 2017 möchte ich auch sagen, dass ich persönlich dankbar bin. Dankbar dafür, immer noch gesund zu sein. Dankbar dafür, immer noch die für mich weltbeste Frau an meiner Seite zu wissen und ich bin dankbar dafür, einer beruflichen Tätigkeit nachgehen zu dürfen, welche mir, aller negativen Begleitumstände zum Trotz, nach wie vor Spaß macht. Ich bin natürlich für weitaus mehr Dinge dankbar, die aber an dieser Stelle den Rahmen dieses Artikels sprengen würden. Ich bin, was das zu Ende gehende Jahr 2017 angeht, aber nicht nur dankbar, sondern auch erfreut über Veränderungen, die da schon in den Köpfen einiger Menschen stattfinden. Sei es diese besagte Verkäuferin der Bäckerei oder meine Kollegen zum Beispiel, von denen sich einige ernsthafte Gedanken darüber machen (in sogenannten Kraftfahrer-Kreisen), wie man die Bedingungen in unserer Branche verbessern kann. Und nicht nur das, ich freue mich auch über Internet Projekte, wie Human Connection zum Beispiel. Ein Wissens- und Aktionsnetzwerk, das dafür geschaffen wurde, für die Menschen die dieses Netzwerk nutzen, einen Mehrwert zu erzeugen und nicht, wie bei Facebook und Co, den Besitzern des Netzwerkes horrende Gewinne zu bescheren.

Man sieht, es tut sich was und ich hoffe, dass der eingeschlagene Weg im Jahr 2018 genau so weiter geht. Es kann meiner Meinung nach auch nicht schaden, wenn zukünftig der Konsum und die Sucht nach Unterhaltung etwas in den Hintergrund geraten und das Streben nach Wissen und Menschlichkeit wieder in den Vordergrund gerückt wird.

Ich persönlich habe mir  für 2018 gar nicht mal so viel vorgenommen. Wenn alles nach Plan läuft, werde ich meine Freundin nach all den Jahren endlich zur Frau nehmen und hoffentlich weiterhin gesund bleiben. Meinen Blog weiter mit den geistigen Ausdünstungen meines Hirnapparates befüllen sowie für den ab Februar 2018 monatlich erscheinenden digitalen Newsletter des MAN TRUCKERS WORLD Club, als Kolumnist in Erscheinung treten.

Somit wünsche ich allen Lesern dieses Blogs, den Menschen die mich kennen, die mich mögen und den Leuten die mich können und dementsprechend nicht mögen, einen guten Rutsch in´s neue Jahr 2018 sowie ganz viel Glück und Erfolg weiterhin.

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